Thursday, May 13. 2010
Vor ein paar Tagen hab ich versucht, ne Domain neu zu delegieren, weil da einiges nicht ganz so gelaufen war wie es sollte und beim Versuch das gerade zu biegen gabs dann einige Probleme. Erstes Problem war: das war ne .biz-Domain, fuer die muss man die DNS Server vor-registrieren. Ich war da sehr ueberrascht als ich das gehoert hab, und mein chinesischer Kollege, der die Domain registriert hat und der fuer mich das Webfrontend des Registrars bedienen sollte hat davon auch noch nix gehoert.
Nach einer Woche wusste ich dann die Details und wir haben uns Freitags nochmal dran gemacht, die Domain umzuziehen. Aber: man muss die Gebuehr fuer die Registrierung der DNS Server (10 Yuan pro Server, etwa 1 Euro) erst bezahlen. Und jetzt ging das Drama erst richtig los: Online-Banking unserer Hausbank ging nicht, war an dem Freitag nachmittag gestoert. Irgendwann nach 3 oder 4 Stunden hat dann unser Einkauf den Support beim Registrar davon ueberzeugt dass wir die 20 Yuan wirklich bezahlen wollen und das die Summe eh zu gering sei um da jetzt drauf zu warten bis sie gutgeschrieben ist und wir die Domain wirklich umziehene wollen.
Thursday, March 4. 2010
Nun hab ich eigentlich schon genug Zeit und Geld bei Ärzten gelassen – aber morgen darf ich wohl nochmal zum Röntgen: der Befund vom deutschen Arzt zum Lungenröntgen hat einen Schönheitsfehler: er ist kein Orginal. Und drum gehts morgen gleich nochmal los …
Saturday, January 9. 2010
Heute war ich beim Friseur, vermutlich zum letzten Mal bei nem deutschen Friseur fuer nen längeren Zeitraum. Komisches Gefühl, irgendwie. Dieses langsame Rausgleiten. Am liebsten würde ich sofort los, dann hätte ich alles hinter mir. Aber es ist noch so viel zu tun. Diverse Sachen kündigen, die Wohnungseinrichtung (und auch einige andere Dinge) verkaufen, zumindest versuchen, sie loszuwerden. Packen. Dazu immer wieder das Nachdenken. Ist es wirklich das richtige was du da tust? Weggehen aus Deutschland, in ein dir eigentlich unbekanntes Land?
Am liebsten würd ich wirklich sofort los, die nächsten 6 Wochen oder so sind nur noch Quälerei für mich.
Wednesday, December 16. 2009
Bei der Netzzeitung steht: Selbst der bayerische Innenminister Joachim Herrmann rechnet nach eigenen Worten damit, dass die Richter den staatlichen Zugriff auf Telefon- und Internetdaten nur in engen Grenzen genehmigen werden.
Wir haben da also ein Gesetz, bei dem einer unserer Sicherheitspolitiker schon der Meinung ist, dass es in Karlsruhe weitgehend gekippt wird. Mir ist schon klar, dass die Wuensche unserer Sicherheitspolitiker nicht unbedingt immer auf dem Boden des Grundgesetzes wachsen – aber wenn sie selbst schon der Meinung sind, dass das Gesetz nicht verfassungskonform ist, dann stellt sich die Frage, ob da nicht ein System dahinter steckt. Ob da nicht einfach mal alle Wuensche ins Gesetz reingemalt werden und man hinterher schaut, was das BVerfG davon uebrig laesst, wenns denn ueberhaupt angegriffen wird.
Muessen wir in Zukunft bei jedem Gesetz nach Karlsruhe gehen, schon alleine um Gewissheit zu haben, dass da keine Spielraeume ueberspannt werden und die grundgesetzlichen Schranken gewuerdigt bleiben? Die Exekutive (und auch die Legislative) strapaziert sie scheinbar bewusst.
Saturday, October 24. 2009
Ich hab ja schon mal was zum Thema Strassenverkehr in China geschrieben. Was ich damals vergessen habe und was mir jetzt durch aktuelle Beobachtungen in Beijing zu einem zweiten Artikel veranlasst: Was fährt eigentlich so auf den Straßen im Reich der Mitte?
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Tuesday, October 20. 2009
Ich war heute mal wieder richtig mutig. Bin alleine zu einem Baumarkt gefahren – gut, das fahren alleine war jetzt nicht die Herausforderung (gestern sah das anders aus, die haben die Buslinien geändert, ich hätte mich total verfahren), aber das Einkaufen im Baumarkt. Ich bin also los, nur bewaffnet mit einem von Dandan geschriebenen Zettel was ich mitnehmen will. Ne Säge (zum abschneiden der Abflussrohre, die wir gestern kauft haben), Teflonband zum Abdichten und Silkon, um die Spüle wieder dicht mit der Arbeitsplatte zu verbinden.
Die Säge hab ich noch alleine gefunden. Und dann bin ich auf ne Verkäuferin mit dem Zettel los, als sie mich angesprochen hatte. Falsche Abteilung, die Silikonmasse gibts auf der anderen Seite vom Gang, sie hat mich wortreich (ich hab nur ein paar mal 没有 meiyou, gibts nicht) verstanden da rüber. Da haben mich dann gleich zwei “beraten”, sie haben also ne Weile rumgesucht, mir irgendwann ne Tube in gegeben und dann das Zubehör. Kurz noch die englische Beschreibung gelesen, sieht gut aus und dann kamen die nächsten zwei Verkäufer, das Teflon-Band gibts doch auf der Seite wo ich zuerst war. Aber irgendwie wussten die mit aufgeschriebenen nicht so recht was anzufangen, also haben wir uns kurz auf englisch unterhalten und sie haben mich zielstrebig zur richtigen Box geführt.
Und in Deutschland suchst du dir nen Wolf nach nem freien Mitarbeiter im Baumarkt, wenn du mal fragen hast. Hier helfen sie dir gleich zu zweit. Toll.
Thursday, September 17. 2009
Also darüber kann man echt nur kotzen. Da streiten sich zwei Bahnunternehmen darüber,wie das mit den Notrufsäulen genau zu funktionieren habe. Seit fünf Jahren bekommen die das nicht auf die Reihe. 5 Jahre. Man glaubt es kaum. Und die Bahn gibt auch gleich unumwunden zu, dass das bei noch 20 anderen Bahnhöfen der Fall sei.
Ich wünsche den Angehörigen von “Nicki” einen Wadelbeisser als Rechtsanwalt, der das Maximum an Geld von der Bahn holt. Soviel Ignoranz muss Geld kosten. Viel Geld. Und ich wünsche mir strafrechtliche Konsequenz für die dafür Verantwortlichen.
Monday, September 14. 2009
Man muss schon sagen, die Videoüberwachung in der Münchner S-Bahn ist ein voller Erfolg. In der Pressemitteilung (bei der Bahn selbst habe ich diese Mitteilung nicht mehr gefunden) vom 23. Juli 2008 heisst es:
Wir erwarten, dass die Videoüberwachung von Straftaten abhält und die Schäden zurückgehen.
Gut, der tödliche Überfall hat sich letztendlich auf dem Bahnhof Solln ereignet und nicht im Zug. Aber auch das, was dieser Wahnsinnstat vorausging, nämlich die Pöbeleien der Täter gegen andere Jugendliche, in die sich Dominik B. schlichtend eingemischt hatte, wurde durch die Videoüberwachung nicht verhindert.
Und ich frage so allen Ernstes: was soll noch mehr Videoüberwachung bringen, Frau Merk? Das würde nur dann etwas bringen, wenn jede Kamera jederzeit im Auge eines Kontrolleurs ist. Eine nachträgliche Auswertung bei Bedarf, wie es bei den Überwachungsvideos der S-Bahn passiert, verhindert keine Straftat, rettet kein Leben. Sie hilft vielleicht bei der Aufklärung, aber auch das ist nicht sichergestellt. Dann stellt sich die Frage, ob diese lückenlose Überwachung überhaupt wünschenswert ist – wie stehen denn die Sicherheitspolitiker zu dem Vorfall in Berlin, wo mutmasslich Polizisten vor den Augen einer privaten Videokamara über die Strenge geschlagen haben? Ist diese Form der Videoüberwachung dann auch erwünscht? Oder sollen nur polizei- und geheimdienstkontrollierte Kameras zugelassen werden?
Update: Das kommt ja wie bestellt.
Wednesday, September 9. 2009
Manche Dinge gehen wirklich sehr schnell. Viel schneller als man als Vater glaubt. Selina hat heute auf jeden Fall ihr erstes Handy bekommen.
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Wednesday, September 9. 2009
Ist das eigentlich schon Kinderarbeit? Wenn wir uns den Tisch setzen, dann hat Selina eine sehr wichtige Aufgabe: sie darf die Servietten verteilen. Das macht sie richtig hingebungsvoll, mittlerweile klappts auch ganz gut, dass sie die Tücher wieder hergibt.
Wednesday, September 9. 2009
Der Urlaub ist schon wieder zu Ende. Gestern sind wir wieder von Kunming nach Xianyang zurück geflogen und haben unsere vielen Mitbringsel (wer sagte da gleich nochmal “Der kleine Koffer reicht”?) unters Volk gebracht.
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Wednesday, September 2. 2009
Ist schon irgendwie seltsam: rund zwei Drittel unseres Planeten sind mit Wasser bedeckt und es dauert sage und schreibe 33 Jahre und ich muss um die halbe Welt fliegen um mal im Meer zu baden. Ok, ich hab nicht nur drin gebadet. Aber der Reihe nach.
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Wednesday, August 12. 2009
Ich weiss noch nicht ob mir der Straßenverkehr in China besser oder schlechter gefällt als in Deutschland. Viele chinesische Ampeln zeigen z.B. an wie lange man noch grün oder rot hat, das ist sehr gut.
Andererseits herscht hier selbst für einen den deutschen Großstadtverkehr gewohnten Autofahrer die reinste Anarchie: Das Konzept Zebrastreifen ist scheinbar weder den Fussgängern noch den den Autofahrern wirklich bekannt und die einen laufen selbst im dichtesten Verkehr überall über die Strasse und die anderen scheren sich nen Dreck drum, wenn da Leute auf dem Zebrastreifen stehen und noch zwei Spuren weiter wollen.
Oder rechtzeitiges einordnen zum Abbiegen. Wieso denn? Dann steht man auf ner dreispurigen Straße zwischen der zweiten und dritten Spur und will links abbiegen. Der nachfolgende Verkehr weicht links und rechts aus (wenn da noch Platz ist) und hupt, und wenn der Abbiegende ne Lücke gesehen hat, dann tastet er sich eben weiter nach links rüber. Noch mehr Gehupe, aber die anderen Autofahren machen da dann doch sehr freundlich Platz. Das ist der angenehme Teil: die anderen Verkehrsteilnehmer sind doch sehr rücksichtsvoll, man fährt eben doch vorrausschauend, macht Platz, wenn Platz da ist, damit jemand einfädeln oder abbiegen kann, Fußgänger schnell über die Straße springen usw.
Natürlich erfordert das auch sehr viel Konzentration, wenn man die doch recht starren Regeln im deutschen Verkehr gewohnt ist (wo man z.B. nicht damit rechnen kann, dass auf der Autobahn jemand von der zweiten auf die freie dritte Spur wechselt, wenn man selbst von der ersten auf die zweite wechseln will um nen deutlich langsameren LKW zu überholen). Aber man kommt hier sehr gut voran. Auch wenn alles verstopft ist.
Sunday, August 9. 2009
30 Euro hat das Mittagessen gekostet – und wir haben zu fünft wahrhaft geschlemmt, war richtig lecker und wir haben noch ne ganze Menge eingepackt und mit nach hause genommen.
Ansonsten gibts zur Zeit nicht viel zu berichten: Selina hat gerade nen Durchfall überstanden und jetzt kämpft sie den ersten Tag mit ihrer ersten Erkältung, ist aber ganz tapfer. Und sie trinkt ihre Milch am liebsten im Schlafen – soll heissen, es ist schwer, sie zu füttern, wenn sie wach ist. Dafür gehts beim Schlafen dann aber wirklich gut.
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